Lernortkooperation

Um die enge Verzahnung zwischen der schulischen und praktischen Ausbildung zu gewährleisten, schließt der Träger der Ausbildung mit der Altenpflegeschule einen Kooperationsvertrag ab, sofern er nicht selbst eine Altenpflegeschule betreibt. In diesem Vertrag können neben den gesetzlichen Vorgaben die eigenen Vorstellungen von Ausbildung und Kooperation Berücksichtigung finden.

Die Zusammenarbeit bietet für die Partner die Chance, sich in der gemeinsamen Ausbildung gegenseitig zu ergänzen. Damit verbunden ist aber auch die Pflicht, die Kooperation entsprechend zu gestalten. Das erfordert eine Verständigung über Lernangebote, Lernziele und Lerninhalte, die auf einer gemeinsamen Basis für den jeweiligen Lernort konkretisiert werden. Der Lernort Betrieb benötigt für seine Ausbildungsplanung hierfür von der Altenpflegeschule neben der Übersicht über den zeitlichen Ablauf der Ausbildung (Verteilung der Praxisblöcke und Schultage) auch das schulische Curriculum in der zeitlichen Gliederung über die drei Ausbildungsjahre.

Wichtige Kriterien für die Auswahl geeigneter Kooperationspartner können beispielsweise sein:

  • Die Strukturierung des Ausbildungsablaufs (Blockunterricht oder Unterricht an festen Schultagen)
  • Die Berücksichtigung zentraler Anliegen der Pflegeeinrichtung im Curriculum der Altenpflegeschule (zum Beispiel Belange ambulanter Pflegedienste, Expertenstandards, besondere Versorgungsformen etc.)
  • Die Entfernung zwischen Pflegeeinrichtung und Altenpflegeschule
  • Der perspektivische Zeitraum der Zusammenarbeit

Für Ausbildungsabschnitte, die nicht direkt beim Träger der praktischen Ausbildung, sondern in anderen Einrichtungen stattfinden, sollte ebenfalls eine Kooperation erfolgen. Hier empfiehlt sich, dass der Träger der praktischen Ausbildung die Steuerung der externen Ausbildungsabschnitte selbst übernimmt. So können die Praxispartner im Sinne ihres eigenen Ausbildungsverständnisses und nach ihrem betrieblichen Ausbildungsplan ausbilden. Grundsätzlich ist die Planung der externen Ausbildungsabschnitte aber auch mit der Altenpflegeschule abzustimmen.

Um den Ausbildungserfolg zu sichern, sind die verantwortlichen Lehrkräfte der Altenpflegeschulen darüber hinaus zur Praxisbegleitung der Auszubildenden in den Pflegeeinrichtungen verpflichtet. Sie betreuen und beurteilen die Schülerinnen und Schüler durch begleitende Besuche in der Einrichtung. Zu ihren Aufgaben gehört auch die Beratung der Praxisanleiterinnen und -anleiter.

Mehr zum Thema der Lernortkooperation finden Sie hier:

Handbuch - Die praktische Altenpflegeausbildung