Personalbindung
Personalbindung beginnt in der Ausbildung.
Knapp ein Drittel der in Deutschland arbeitenden Pflegekräfte (25 bis 33 Prozent) denkt darüber nach, den Beruf zu verlassen. Dieses und andere Ergebnisse der europäischen NEXT-Studie zeigen, dass sich deutsche Pflegende häufiger mit dem Berufsausstieg beschäftigen als ihre Kolleginnen und Kollegen in anderen europäischen Ländern.
Wie sieht nun aber die „Ausstiegsquote“ in der Berufsgruppe der Altenpflege aus? Das Ministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend hat in einer aktuellen Studie ermitteln lassen, dass mehr als 50 Prozent der Altenpflegerinnen und Altenpfleger auch nach 15 Jahren noch im Berufsfeld tätig sind oder nach einer Unterbrechung zurückkehren.
Ein Ausstieg aus dem Betrieb oder sogar aus dem Beruf wird vor allem dann erwogen, wenn berufliche Anforderungen als Belastungen erlebt werden und Perspektiven und Karrierechancen fehlen.
Das heißt: Wenn Sie Ihre Auszubildenden an Ihren Betrieb binden wollen, dann sollten Sie ihnen eine hochwertige Ausbildung und ausreichende Karrierechancen bieten.
Bedenken Sie: Durch eine gute Ausbildung:
- werden Auszubildende die Berufsfähigkeit erreichen und damit berufliche Handlungskompetenz erlangen. Dadurch können Berufsanfängerinnen und Berufsanfänger auch schwierige Situationen meistern und mit Belastungen umgehen.
- entwickeln Auszubildende ein loyales Verhältnis zum Betrieb und bleiben – nach den Erfahrungen von Pflegedienstleitungen – länger dem Betrieb treu als eine Pflegefachkraft, die nicht im Betrieb ausgebildet wurde.
Fazit: Bilden Sie so aus, dass Ihre Auszubildenden auch nach der Ausbildung in Ihrem Betrieb bleiben möchten!
Liebe Leserinnen und Leser,