Die Fort- und Weiterbildung

Das Berufs- und Beschäftigungsfeld der Altenpflege bietet viele Entwicklungsperspektiven. Mit etwas Berufserfahrung und entsprechender Fort- und Weiterbildung können zum Beispiel:

  • die Leitung eines Wohnbereichs oder die Heimleitung,
  • der Unterricht an einer Altenpflegeschule oder
  • besondere Aufgaben, wie etwa das Hygiene- oder Qualitätsmanagement

übernommen werden.

Regelmäßige Fortbildungen sind für Altenpflegerinnen und Altenpfleger notwendig, um in der Berufspraxis auf dem Laufenden zu bleiben. Fortbildungen sind Qualifizierungsmaßnahmen, die zumeist von kurzer Dauer sind und bestimmte Themenfelder behandeln. Fortbildungsthemen sind zum Beispiel Gesundheitsförderung, Personalentwicklung oder die Einführung einer neuen PC-Software. Fortbildungen dienen in erster Linie dazu, im Beruf auf dem Laufenden zu bleiben.

Weiterbildungen dienen der Spezialisierung, der Erweiterung der beruflichen Aufgabenfelder oder dem beruflichen Aufstieg. Als Spezialisierung kommt zum Beispiel eine Tätigkeit im gerontopsychiatrischen Bereich oder im Hospiz in Betracht. Eine Erweiterung des beruflichen Aufgabenfeldes erfolgt dagegen beispielsweise durch die Qualifizierung zur Praxisanleiterin beziehungsweise zum Praxisanleiter, zur Hygienefachkraft oder zur Beraterin/zum Berater. Da die Dauer von Weiterbildungen in der Regel zwischen mehreren Monaten bis zu zwei oder drei Jahren betragen kann, werden neben den klassischen Seminaren auch neue Lernformen, wie E-Learning und Fernstudiengänge angeboten. Weiterbildungen können gesetzlich geregelt sein und mit einer staatlich anerkannten Prüfung abschließen. Ziel der beruflichen Weiterentwicklung kann schließlich die Leitung eines Heims oder eines ambulanten Dienstes sein.

Hinweis: Weitere Möglichkeiten zur Weiterbildung finden sich in der Datenbank KURSNET unter http://kursnet-finden.arbeitsagentur.de/kurs/

Das Weiterbildungsstipendium unterstützt junge Menschen bei der weiteren beruflichen Qualifizierung. Es ist ein Förderprogramm des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF). Die Stiftung Begabtenförderung berufliche Bildung koordiniert im Auftrag und mit Mitteln des BMBF die bundesweite Durchführung.

Um ein Weiterbildungsstipendium kann sich bewerben, wer eine abgeschlossene Ausbildung in einem bundesgesetzlich geregelten Beruf im Gesundheitswesen vorweisen kann. So können sich u. a. Altenpflegerinnen bzw. Altenpfleger oder Gesundheits- und Krankenpflegerinnen bzw. Gesundheits- und Krankenpfleger um eine Förderung einer fachlichen Weiterbildung bewerben.

Wer das Auswahlverfahren für das Weiterbildungsstipendium erfolgreich durchläuft, erhält als Stipendiatin bzw. Stipendiat innerhalb des Förderzeitraums Zuschüsse von insgesamt 6.000 Euro für beliebig viele förderfähige Weiterbildungen, wobei ein Eigenanteil von 10 Prozent je Fördermaßnahme von der Stipendiatin bzw. vom Stipendiat zu tragen ist. Die Fördermaßnahmen müssen bei der Stiftung Begabtenförderung berufliche Bildung beantragt werden.

Förderfähig sind anspruchsvolle – in der Regel berufsbegleitende – Weiterbildungen, wie z. B. zu den Themen Wundmanagement, Dekubitus, Schlaganfall, Manuelle Therapie, Manuelle Lymphdrainage, Sensorische Integration, Fachweiterbildungen, wie z. B. Anästhesie/Intensiv, OP, Psychiatrie, Seminare zum Erwerb fachübergreifender und sozialer Kompetenzen, wie z. B. Fremdsprachen, EDV, Rhetorik, Mitarbeiterführung, Konfliktmanagement, aber auch unter bestimmten Voraussetzungen berufsbegleitende Studiengänge.

Bewerbungen für ein Stipendium sind von Absolventen bundesgesetzlich geregelter Ausbildungen im Gesundheitswesen direkt an die Stiftung Begabtenförderung berufliche Bildung zu richten.

Nähere Informationen zum Weiterbildungsstipendium erhalten Sie hier